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Das radiometrische Neutronenmessverfahren beruht darauf, dass eine auf
das Wasser einwirkende Energie durch dieses verändert wird. Da Neutronen
nahezu die gleiche Masse haben wie Wasserstoffkerne, werden sie aufgrund
der Impulsgesetze im Wasser viel stärker gebremst als in jeder anderen
Materie. Das Gerät enthält eine Neutronenquelle, die Neutronen hoher Energie
freisetzt. |
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| Schnelle Neutronen werden beim Auftreffen auf
den Wasserstoffkern, der annähernd die gleiche Masse besitzt, rasch auf
ihre thermische Energie gebremst, verlieren Energie und werden langsamer.
Diese Bremsung der Neutronen ist in Zählrohren messbar, elektronisch auswertbar
und wird digital angezeigt. Die Anzahl der so entstandenen energiearmen,
thermischen Neutronen liefert das Maß für den Gehalt an Wasserstoff im Messobjekt
und erlaubt durch eichende Kontrollmessungen Angaben über den Wassergehalt
eines Baustoffes. Die Zählrate steht in dierekter Relation zur Feuchtigkeit.
Dieses zerstörungsfreie Messverfahren liefert Ergebnisse bis in 20cm Tiefe.
Bei trockenen Bauteilen sogar bis 30cm Tiefe und 20cm Ausdehnung. |
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| Auch bei diesem Messverfahren gibt es störende
Einflüsse, weil das im Material chemisch gebundene Wasser ebenfalls mit
erfasst wird. Der Einsatz der Neutronensonde setzt also voraus, das die
verwendeten Stoffe des Baukörpers bekannt sind. Deshalb beschränkt sich
die praktische Anwendung hauptsächlich auf die zerstörungsfreie Feststellung
der Feuchteverteilung unter Flachdächern, wo das Verfahren seine Stärken
voll ausspielen kann. Die zu prüfende Fläche wird in Quadrate eingeteilt. Ein typisches Rastermaß sind Quadrate von 3 x 3m. Im Mittelpunkt eines jeden Quadrats wird eine Feuchtigkeitsmessung durchgeführt. Die Messungen sind unabhängig von der Struktur der Dachoberfläche. Eine Messung dauert 7-10 Sekunden. Das Gerät wird auf das zu untersuchende Bauteil lediglich aufgesetzt. |
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Die quantitativen Messergebnisse lassen sich
in ein Histogramm eintragen und geben Aufschluss über den Zustand der Wärmedämmung
sowie Ausdehnung und Grad der Durchfeuchtung unter dem Flachdach. Es lassen
sich schnell flächendeckende Aussagen über die Dichtigkeit der Dachhaut
machen und über möglicherweise notwendige Trocknungsmaßnahmen. Leckstellen
lassen sich jedoch nicht exakt bestimmen. ![]() |
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Bedingt durch die hohen Anschaffungskosten, der beschränkten Eindringtiefe, der erforderlichen Ausbildung der Techniker, der Sondergenehmigung für strahlungsaktives Material und Arbeitssicherheitsvorschriften für den Transport sowie der jährlichen Kontrolle hat sich dieses Messgerät nicht voll durchgesetzt. Trotz seiner Zuverlässigkeit und eigentlich breiten Einsatzmöglichkeiten ist sein Einsatz zur Feststellung der Mauerwerksfeuchtigkeit ist bisher bedeutungslos geblieben. |
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