Calcium Carbid Methode CM-Messgerät

Die CM-Meßmethode wird zur Prüfung von Estrichen und Feuchtebestimmung an mineralischen Baustoffen eingesetzt.
CM-Messungen sind für alle Fussbodenleger und nachfolgenden Gewerke ein sicherer Schutz vor Bauschäden durch Restfeuchtigkeit und späteren teuren Reklamationen. Das Messverfahren ist gutachterlich anerkannt, liefert verlässliche Ergebnisse und ist einfach vor Ort anzuwenden.
 

Der komplette Messgerätekoffer mit Zubehör.
Der komplette Messgerätekoffer mit Zubehör.
 
Dieses Feuchtemessgerät besteht im wesentlichen aus einer kleinen Druckflasche mit einem gasdichten Verschluss, auf dem ein Manometer angebracht ist, sowie einer Grammwaage und anderem Zubehör. Mit Hilfe eines Spiralbohrers oder eines Meissels wird aus den zu prüfenden Materialien eine Probe entnommen. Entsprechend der Entnahmestelle ist es möglich auch einzelne Schichten selektiv auf deren Durchfeuchtungsgrad zu untersuchen. Eine abgewogene Menge von 20g dieser Probe wird zusammen mit einer Ampulle mit Calcium-Carbid in die Stahlflasche gefüllt und diese verschlossen.
 
Material wird entnommen Material wird zerkleinert Material wird abgewogen Druckbehälter wird befüllt
1.Material wird    entnommen 2.Material wird    zerkleinert 3.Material wird    abgewogen 4.Druckbehälter    wird befüllt
       
Carbidpatrone zugeben Mörserkugeln einfüllen Mit Manometer schließen Schütteln+Druck ablesen
5.Carbidpatrone    zugeben 6.Mörserkugeln    einfüllen 7.Mit Manometer    schließen 8.Schütteln+Druck    ablesen
 
Die Flasche wird kräftig durchgeschüttelt, wobei die Ampulle von einigen Stahlkugeln zertrümmert wird und sich das CalciumCarbid mit der feuchten, pulverisierten Materialprobe mischt. Es entsteht eine chemische Reaktion:
 
Formel
 
Dabei ensteht Azetylengas, dessen Überdruck von der in der Materialprobe enthaltenen Wassermenge abhängt. Der konstante Druck kann nach 15 Minuten am Manometer abgelesen werden. Je nach Gerätevariante und Ausstattung kann der Feuchtigkeitsgehalt direkt am Manometer abgelesen werden oder mittels einer dem Gerät beigelegten Tabelle kann der Druck unmittelbar in Gewichtsprozente Feuchtigkeit umgerechnet werden. Die Genauigkeit dieses Verfahrens liegt bei 1-2% gegenüber den gemachten Erfahrungen mit Versuchen im Labor.

Die folgende Tabelle gibt die uns für die CM-Methode vorliegenden Ausgleichsfeuchtewerte an:
 
Baustoff


Praktischer Feuchtegehalt =
Ausgleichsfeuchte

Belegreife von Estrichen
mit diversen Oberbelägen

 volumen-
bezogen
Vol. %
 masse-
bezogen
Gew. %
 CM-
Methode
CM %
Zementestrich ohne
Zusatz, verdichtet,
trocken eingebracht
 
 1,5 - 1,8 0,7 - 0,9
Zementestrich,
unverdichtet, relativ
nass eingebracht
 
  2,4 - 2,6 1,1 - 1,5
Zementestrich
kunststoffmodifizert
 

  2,8 - 3,1 1,6 - 2,1
Zementestrich mit
Bitumenzusatz
 
  3,4 - 3,6 2,1 - 2,3
Zementmörtel 1:3
 
  1,5 - 1,8 0,4 - 0,6
Kalk-Zement-
Putzmörtel
 
  2,0 - 2,1 0,6 - 1,0
Kalkmörtel 1:3 /
Kalkputz 1:3
 
  1,5 - 1,9 0,6 - 1,0
Gipsputz / Gipsplatten
 
1,9 - 2,0 0,5 - 0,7 0,3 - 0,5
Gipsestrich
ohne Zuschlag
 
2,0 - 2,2 0,6 - 0,9 0,6 - 0,9
Anhydritestrich
mit Zuschlag
 
1,9 - 2,0 0,5 - 0,7 0,4 - 0,7
Holzzementestrich
 
  7,4 - 8,6 6,0 - 8,0
Magnesia Estrich
mit Holz als Füllstoff
 
    8,0 - 12,0
Magnesia Estrich
ohne Holz als Füllstoff
 
    2,9 - 3,1
Beton 200KG/cbm B15
(200 Kg Beton
pro 1cbm Sand)
 
  1,4 - 1,7 0,4 - 0,6
Beton 350KG/cbm B25
(350 Kg Beton
pro 1cbm Sand)
 
  1,6 - 2,1 1,1 - 1,3
Beton 500KG/cbm B35
(500 Kg Beton
pro 1cbm Sand)
 
  1,8 - 2,2 1,2 - 1,5
 
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